Plichtlektüre für Medienstudierende | Weblogs - die 5. Gewalt?: Eine empirische Untersuchung zum ...
Bücher:
Weblogs - die 5. Gewalt?: Eine empirische Untersuchung zum emanzipatorischen Mediengebrauch von Weblogs
Tino Seeber
Hülsbusch, W
, 2008 - 130 Seiten
Kundenbewertung:
(2 Bewertungen)
großes Bild anzeigen
weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit
Absolut gelungene Einführung, regt zu eigener Forschung an
Tino Seeber stellt mit seiner Arbeit einen gut zu lesenden Einstieg in das junge Thema
Weblogs
bereit. Das Buch ist geeignet für junge Wissenschaftler und Studenten, die das Potential des Themas abschätzen wollen. Die umfangreiche Literaturzusammenstellung trägt dazu bei.
"Weblogs - die 5.
Gewalt
?" sei aber auch allen empfohlen, die sich für das Phänomen Weblogs und ihre Betreiber interessieren. Weil Grundbegriffe eingeleitet werden und gerade weil LeserInnen nicht mit intellektuellen Herleitungen und
empirische
m Material erschlagen werden, sei das Buch allen interessierten Laien ans Herz gelegt.
Tino Seeber leitet in seiner Diplomarbeit die Bedeutung von Weblogs als "fünfter Gewalt" theoretisch her und belegt sie anschließend empirisch. Zunächst entwickelt der Autor den Begriff "Weblog" historisch und technisch. Anschließend baut er in Kürze seine theoretische Grundlage auf - im Rückgriff auf den Uses-and-Gratifications-Ansatz, Brechts Radiotheorie und Enzensbergers "Medienbaukasten". Im Ergebnis sind Weblogs demokratietheoretisch als "fünfte Gewalt" begründet, Konsumenten sind zu Produzenten emanzipiert. Auch der Fragebogen wird aus den Forschungsfragen sauber abgeleitet.
Mittel der Datenerhebung ist ein Online Fragebogen unter Betreibern und Konsumenten von Weblogs. Neben soziodemographischen Angaben wird auf der üblichen 5er-Skala mit vorgegebenen Bewertungssätzen die Einstellung zu diesem Medium abgefragt. Im Auswertungsteil erfahren wir, dass die teilnehmenden Blogger meist jung, männlich und gebildet waren. Thematisch sind die Inhalte von Weblogs weit gestreut, der Mythos vom rein privaten Tagebuch scheint widerlegt. Eine kritische Einstellung zu den "traditionellen Medien" ist zwar vorhanden, größte Veranlassung zu schreiben sind jedoch eigene Erfahrungen und Inhalte anderer Weblogs. Rezipienten erwarten von Weblogs andere Sichtweisen auf Themen, sowie Ehrlichkeit und Transparenz der Autoren.
Das Lesevergnügen wird nur von kleineren Lücken getrübt. Beispielsweise werden Begriffe wie die "vierte" bzw. "fünfte Gewalt" unkritisch übernommen. Beim wandlungsreichen Begriff der "Emanzipation" wiegt dies besonders schwer. Im Auswertungsteil hätte man manche Tabellen stärker zusammenfassen können.
Seeber gelingt es, den Leser zu neuen Fragen zu inspirieren. Interessant wäre es zum Beispiel, die Themenzusammensetzung mit der Themenquelle zu verknüpfen: greifen Blogger politische Themen auf, wenn sie selbst betroffen sind? Oder weil die traditionellen Medien sie falsch darstellen? Ist Wirtschaft thematisch unterrepräsentiert im Vergleich mit Kultur und Technik, weil Blogger hier weniger als Experten auftreten können?
Kann der Uses-and-Gratifications-Ansatz die rasante Ausbreitung von Weblogs erklären? Wollen beispielsweise Leser von Blogs zu Produzenten werden, weil sie besonders zufriedene oder umgekehrt: enttäuschte Nutzer sind?
weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit
Plichtlektüre für Medienstudierende
Twitter,
Weblogs
& Co. beinflussen die öffentliche Meinung? Was derzeit heiß von der FAZ bis hin zur Blogger-Konferenz re:publica diskutiert wird, untersuchte der Autor Tino Seeber bereits 2007.
Basierend auf Berthold Brechts Rediotherorie und den kritischen Medienüberlegungen Hans Magnus Enzensberger wirft der Autor die These auf, ob und ggf. wie Weblogs zum öffentlichen Sprachrohr werden und ist damit seiner Zeit weit vorraus. Empirisch belegt werden seine Aussagen dabei durch eine umfangreiche Studie unter Bloggern und Bloglesern.
Seebers Schreibstil zeugt von Eloquenz und einer gedanklich hohen Beweglichkeit - und macht die Lektüre damit zum Lesevernügen. "Weblogs - die 5.
Gewalt
" sei daher jedem empfohlen, der sich wirtschaftlich oder im Sinne von Public Relations mit dem Phänomen des user-generated Content auseinandersetzt und verstehen will, was Blogger zum bloggen veranlasst und wie diese damit die öffentliche Meinung beeinflussen können. Wissenschaftlich gehört das Werk zur Plichtlektüre für Medienstudierende.
weitere Infos, Preis & Bestellmöglichkeit
gut
oder
schlecht?
Was ist Ihre Meinung?
Schreiben Sie eine Rezension!
emanzipatorischen
Blutige Vernunft: Essays zur emanzipatorischen Kritik der ...
Zurück zu den Wurzeln? Wieder entdeckte, weibliche Muster als Chance ...
Weblogs - die 5. Gewalt?: Eine empirische Untersuchung zum ...
Die Kritik an Theater und Radio bei Brecht in einer ...
Durch Kulturvermittlung zur Partizipation: Das Modell einer ...
untersuchung
Checkliste Innere Medizin
Checkliste Interdisziplinäre Intensivmedizin
Der neue "Idiotentest": Die medizinisch-psychologische Untersuchung ...
Experteninterviews und qualitative Inhaltsanalyse: als Instrumente ...
Das Muskelbuch: Anatomie, Untersuchung, Bewegung
empirische
Methoden der empirischen Sozialforschung
Einführung in die Test- und Fragebogenkonstruktion
Experteninterviews und qualitative Inhaltsanalyse: als Instrumente ...
Fragebogen: Ein Arbeitsbuch
Qualitative Forschung: Ein Handbuch
Suche nach Büchern
emanzipatorischen
,
empirische
,
gewalt
,
mediengebrauch
,
untersuchung
,
weblogs
[
toys & games
]
David Zilke
Unser Buch-Tipp
Südkurven-Dauerkarten-Besitzer total begeistert !!!
/table>
zufällig ausgewählt
JanSport Rucksack Beamer, 32 Liter
Bitte aktivieren Sie JavaScript, damit diese Seite korrekt funktioniert!