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Schneller lesen - besser verstehen
Wolfgang Schmitz, Friedrich Hasse, ...

rororo, 2008 - 256 Seiten

Kundenbewertung:(22 Bewertungen)
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Es geht tatsächlich

"Schneller Lesen" beschreibt im theoretischen Teil die typischen Gewohnheiten, die effektiver Textverarbeitung entgegenstehen. Der Weg zum schnelleren Lesen wird stufenweise erläutert. Ein lakonischer Schreibstil und ein offener Umgang mit den eigenen und allgemein menschlichen Unzulänglichkeiten eröffnet ein angenehmes Lernklima.
Der Praxisteil besteht aus verschiedenen Übungsformen, die einen zu dieser veränderten Wahrnehmung anleiten. Der Zwang, im Text zu springen, arbeitet einen unmerklich in Vorschautechniken ein, das ist sehr ausgefuchst gemacht.
Der Aha- Effekt stellte sich bereits beim zweiten Verständnistest ein mit 40% Verbesserung. Nach dem kompletten Durcharbeiten des Materials war die effektive Lesegeschwindigkeit nahezu verdoppelt, ohne die Sachwahrnehmung zu beeinträchtigen. Zwischendurch kann man immer wieder einmal 2 Minuten für eine Augenübung aus dem Buch investieren, um das Niveau zu stabilisieren. Gerade bei den vielen berufsbedingten Lesevorgängen erleichtert dies das Leben nachhaltig. Die Verbesserung zeigte sich hinterher dauerhaft auch ausserhalb der Trainingstexte.
Kunstvolle Texte sollte man nach wie vor mit der inneren Stimme wahrnehmen. Dafür hat man nun aber auch mehr Zeit. Ich habe noch nie ein effektiveres Selbsttraining vorgenommen, als mit diesem Buch. Unbedingt zu empfehlen und ohne Hokuspokus!


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Schneller lesen, besser verstehen - Wirklich!

Ich hab' mich schon öfter gewundert, warum ich, obwohl ich wirklich genau lese, mit den Gedanken abschweife
und am Ende kaum was vom Inhalt mitbekomme. Die Ausrede war dann mangelnde Konzentration - bis
mir eine Freundin dieses Buch empfohlen hat.

Wie? Schneller Lesen um mehr zu verstehen? Hä? Na gut.
Versucht, und schon im zweiten Kapitel enorme Verbesserungen des Verständnisses und der Geschwindigkeit erzielt.
Anfangs hatte ich einen ERR (Effecitve Reading Rate) von 135 (266 Wörter/Minute und 60% Verständnis).
Am Ende von Kapitel V sagenhafte 516 ERR (574 Wörter/Minute und 90% Verständis).

Das Buch ist gut strukturiert und in einer lockeren Sprache geschrieben. Es ist unterteilt in Theorie (6 Kapitel)
und Praxis (5 Kapitel). Praxiskapitel beinhalten Augenübungen, Sinngruppenerfassungen und Freies Lesen nach Zeit.
Ein Formular, um seine Fortschritte zu notieren, liegt auch bei.

Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.


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Von 214 WpM auf 340 WpM in 2 Tagen. Ein Manko bleibt.

Ich habe mir "Schneller Lesen" von Wolfgang Schmitz als eines von drei speed-reading Büchern gekauft.
Positiv festzuhalten ist, dass es wirklich funktioniert. Schon nach dem ersten Theorie-Kapitel, in welchem ausgeführt wird warum uns die Lesetechnik aus Grundschulzeiten heutzutage bremst, und welche Fehler wir beim langsamen Lesen machen, erkennt man welches Potential in jedem von uns schlummert.
Mit 214 Wörtern-pro-Minute war ich der langsamte Leser in meiner Familie (mein Vater liest mit 299/min sehr schnell), doch nach 2 Tagen konnte ich die letzte Praxis-Übung mit 340 WpM abschließen bei 100% Verständnis.
Dass langsam-Leser im Schnitt nur 55% des Textes verstehen und man durch schnelles Lesen deutlich mehr behält ist eine weiter Motivationshilfe.
Die Praxis-Kapitel sind gut gemacht. Sie stellen wirklich ein Training für die Augen und Blickprozesse dar die man für schnelles Lesen radikal ändern und umtrainieren muss.
Ebenfalls gut gelungen und hilfreich für Menschen, die von berufswegen her viel Lesen und recherchieren müssen sind die Lesestrategien. Hier erfährt man wie man sich das Wissen des Textes am effektivsten aneignet.
Ein Manko bleibt allerdings bestehen:
Da ich mir auch den Klassiker "Break-Through Rapid Reading" von Peter Kump und "Garantiert erfolgreich lernen" von Christian Grüning gekauft habe frag ich mich warum das Schmitz-Buch auf eine der effektivsten Lesehilfen verzichtet und sie gar nicht erst erwähnt. Beide anderen Bücher "schwören" zu Beginn auf aktives Benutzen des Fingers als Lesehilfe um die Regression (häufiges Zurückspringen des Blicks) abzubauen.
Den Kauf bereue ich natürlich trotzdem nicht, denn dank den ersten klaren Fortschritten kann ich die anderen Bücher jetzt natürlich viel schneller lesen :)


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Es hilft ein wenig...

Ich finde das Buch hilft ein wenig. Wenn man vor allem noch auf schulische Lesetechniken zurückgreift, bzw wie im Buch beschrieben erst einmal Lesen gelernt hat, dann würde ich empfehlen die 8-9€ auszugeben und sich durch das Buch zu arbeiten.

Ich selbst habe das Buch, was in Praxis und Theorieteile unterteilt ist nach dem Leitfaden im Buch gelesen und fand es recht gut strukturiert. Ich finde die Praxis-,Theorie und Entspannungsübungen sind gut aufeinander abgestimmt. Am Ende des Buches habe ich meine effektive Lesegeschwindigkeit um etwa 50% erhöht und versuche jetzt das gelernte immer wieder in die Praxis umzusetzen.

Fazit: Wer sich die Zeit gönnt und dem vermeiden von Regression, peripheres Sehen und Subvokalisierung keine Begriffe sind sollte sich das Buch gönnen.


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Liest du noch oder fliegst du schon?

Ich nenne es i-read. Das i steht für informieren und improvisieren. i-read bezieht sich etwa auf Dokumente und Sachbücher beim Stöbern in Bibliotheken oder im Web. Ob privat oder beruflich, freiwillig oder zwangsweise, schnell lesen heißt natürlich auch mit einem gewissen Druck, manchmal auch unter Druck. Dieser Lesetempodruck hat weniger mit Genuss zu tun, es ist Arbeit. Und um in dieser Informationsflut nicht zu ertrinken, brauchen wir die jeweils richtige hilfreiche Technik.

Als geübter Lesepilot geht man von der Vogelperspektive immer mehr ins Detail, um Hauptlinien herauszulesen, sozusagen mit einem napoleonischen Adlerblick. Es ist ein leises Abtasten, eine konzentrierte Annäherung in Stufen, eine ergiebge Treppe der Wissensarbeit, immer einen Schritt höher bis zum gewünschten Deutlichkeits- bzw. Verständnisgrad.
Schwierigere Texte brauchen noch zusätzliche Durchläufe (Einteilung, Markierung oder Dekodierung).

Das lernt man freilich nicht zum Nulltarif. Trainieren mit etwas Disziplin und Geduld ist angesagt, um von Übung zu Übung besser zu werden. Deshalb rate ich zum Kauf dieses Buches. Man muss einfach unbefangen und sportlich an die Sache rangehen, dann seine eigene Lesestrategie entwickeln und sein eigenes Maß finden.
Vielleicht noch ein paar Anhaltspunkte, damit man schon eine Ahnung hat:

Der bewußte Überflug des Hervorgehobenen im Buchpanorama schafft ein Vorverständnis und dient dem Einordnen späterer Bilder (Texteinheiten). Jetzt kommen Strategien ins Spiel. Sogenanntes Paragraphing mach ich gern, erste Sätze lesen in den Absätzen. Und interessante Schlüsselworte abscannen. Dann stelle ich mir Fragen, an denen ich mich ausrichte. Mein Interesse zieht mich dann sozusagen an der Textstraße entlang bis ich an der Zielbotschaft angelangt bin.

Und wie war das mit der Blicktechnik beim Zeilenlesen?: Gleichmäßige vorwärtsorientierte Blickstopps üben. Die Taktrate steigern. Zunächst einmal mechanisch. Zwei Blicksprünge pro Zeile. Erst ping, dann pong, also pingpongmäßig. Erst mal ohne den Textsinn erfassen zu wollen. Ist man eingetaktet, dann mit Sinn, und den Mann im Ohr etwas leiser drehen.
Man erfährt auch, was das Dolle am Erwachsenenwerden ist: Man erfasst größere Sinngruppen (im Mindesten zwischen der Interpunktion) als Fertigbilder. Diese Bilder verbinden sich zu einer Aussage, und diese Aussagen verbinden sich zu einer Botschaft. Den Blick also weicher und weiter halten, vom Substantiv der Sinngruppe aus.

Wir sind ja keine Anfänger, keine Einzelwortleser mehr: Ich - gehe - heute... Kinder brauchen noch mehrere Bilder bis ein Satz beisammen ist: Ich gehe - heute nachmittag - in die Stadt, - um ein paar namhafte Museen - zu besuchen. Für Erwachsene ein Klischee, weil tausendmal gehört und gelesen. Blicksprung auf Stadt und Museen besuchen. Also, Hauptwörter erfassen, das andere, Tu- und Eigenschaftswörter usw, wird in der Periphärie wahrgenommen.

Das kann man schon bei der Zeitungslektüre üben, aus dem Bauch, für den Kopf. Lesesport ist Hirnjogging. Täglich Pingpong. Und Skimming. Bitte? Ach so. Skimming ist das mit dem napoleonischen Adlerblick (s.o.).


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Rezensionen: Seite 1, 2, 3, 4, 5



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