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Glück kommt selten allein ...
Eckart von Hirschhausen

Rowohlt, 2009 - 384 Seiten

Kundenbewertung:(170 Bewertungen)
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Interview mit Eckart von Hirschhausen

Kaum ein deutscher Comedian dürfte derzeit erfolgreicher sein! Dr. Eckart von Hirschhausen füllt mit seinem Bühnenprogramm Hallen in ganz Deutschland, ist Dauergast im Fernsehen und schreibt nebenbei noch Bestseller. Im Amazon-Interview erzählt er, was die Leser in seinem Glück-Buch erwartet.

Frage: „Glück ist machbar" - Ihre Botschaft muss alle überzeugten Pessimisten und Misanthropen aufschrecken. Will „Glück kommt selten allein" am Ende gar eine Anleitung zum glücklicheren Leben sein?

von Hirschhausen: Das Buch enthält mindestens 20% weniger Ratschläge als konventionelle Glücksbücher. Wer es liest, muss nicht glücklicher werden. Wer will, kann auch anschließend unglücklicher sein - aber auf höherem Niveau. Pessimisten behalten öfter Recht - aber will man Recht behalten oder glücklich sein? Beides geht nicht.

Frage: Was machen Sie in „Glück kommt selten allein" anders als die unzähligen selbsternannten Glücks-Gurus, die uns mit Affirmations-Sprüchen quälen?

von Hirschhausen: Die unliebsame Wahrheit ist: Wir sind gut darin, das Glück zu suchen. Aber immanent schlecht darin, es zu behalten. Mit einfachen Glücksrezepten ist es wie mit Diäten oder Erkältungsmitteln: Gäbe es ein gutes Rezept für alle - es hätte sich schon herumgesprochen. Meine zentrale Idee lautet: Glück ist paradox. Viele Glücks-Gurus, Philosophen und Ratschlag-Austeiler versuchen Glück auf EINE Formel zu bringen. Ich mache das genaue Gegenteil: Für mich ist das Widersprüchliche interessant. Glück ist nicht ein Gefühl, sondern mindestens fünf verschiedene, deshalb gibt es auch 5 Kapitel: Zum Zufall, der Gemeinschaft, dem Genuss, dem Tun und dem Lassen.
Der Hauptunterschied zu vielen Gurus ist, dass mein Buch nicht einfach etwas behauptet, sondern über fünf Jahre Recherchearbeit darin stecken. Und dabei bin ich auf kuriose Dinge gestoßen: Schönheit macht traurig, Sex wird überschätzt, und lange Ladenöffnungszeiten lähmen die Kauflust. Dafür macht Geld glücklich, beim Ausgeben, nicht beim Verdienen. Der größte Unterschied zu anderen Glückbüchern ist: Es gibt viel zu lachen. Über unsere Macken, unsere Suche nach dem Glück an den falschen Orten und über mich.

Frage: Wie viel „Erfahrungswissen" eines Glücklichen steckt eigentlich in Ihrem neuen Buch?

von Hirschhausen: Jede Menge. Es ist das persönlichste der drei Bücher, die ich bisher geschrieben habe. Es enthält meine Erfahrungen als Arzt im Bereich Neurologie und Psychiatrie, es ist die Quintessenz der Glücksforschung der letzten zehn Jahre, und es enthält meine eigenen Versuche, glücklich zu werden und zu scheitern. Und viele meiner Lieblingswitze. Wenn man sich vornimmt zu scheitern, und man schafft es, ist man dann überhaupt gescheitert?

Frage: Als eines Ihrer Betätigungsfelder geben Sie „Humortrainer" an. Was kann man sich darunter vorstellen? Hat es etwas mit der indischen Lach-Bewegung zu tun?

von Hirschhausen: Lachyoga praktiziert Lachen ohne Grund. Dagegen habe ich nichts, das wirkt tatsächlich. Aber ich bin ein altmodischer Mensch und lache am liebsten mit Grund. Als Trainer unterstütze ich Menschen, ihren Sinn für Humor zu finden und rüberzubringen. Hauptsächlich geht es darum, Vorträge und Präsentationen „aufzupeppen". Denn nicht alles, was man mit einem ernsten Gesicht tut, ist deshalb vernünftig. Und „Merkwürdiges" merkt sich besser. Humor ist die wirksamste Art, das Herz der Menschen zu bewegen. Von zwei Seiten: vom Kopf und gleichzeitig vom Zwerchfell.

Frage: Stimmt es eigentlich, dass es Ärzte überhaupt nicht schätzen, wenn der Patient mal ein Späßchen wagt?

von Hirschhausen: Dazu kann ich nur sagen: 96,8 % aller Statistiken sind gefälscht. So etwas Allgemeines würde ich nie sagen. Noch nicht mal über Allgemeinmediziner. Höchstens über Orthopäden.

Frage: Ihr persönlicher Lieblingswitz, der beginnt: „Kommt ein Mann zum Arzt..."?

von Hirschhausen: Der steht im Buch - sogar zwei Mal. Wenn ich ihn jetzt verrate, ist nicht nur der Witz verraten, auch ich bin es.




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Tolles Buch

Dieses Buch macht Freude und regt zum Nachdenken an. Der Leser kann einiges über Hirnforschung erfahren. Einige Sätzen oder Erklärungen tauchen in dem Buch doppelt auf, dass stimmt. Dies sollte jedoch nicht weiter stören. Das Buch ist witzig und unterhaltsam und sehr persönlich geschieben. Es hat mir gut gefallen. Besonders die Bilder, Bastelanleitungen und Ideen waren sehr anregend. Ich kann dieses Buch sehr empfelen.



Ein Gluecksgriff...

...war dieses Buch. Hirschhausen nimmt den Leser leichten Fusses mit und zeigt ihm mal andere Sichtweisen des Gluecks. Herrlich spritzig sind seine Wortspielereien.
Das Buch macht Spass und gute Laune, besonders auch, weil der Leser ueber sich selbst lachen kann - findet er sich doch oft wieder.

Ein etwas anderes Buch, das u.a. das Kind in einem wiederentdecken laesst: Bastelboegen und Daumenkino, Aufkleber bei denen man direkt ueberlegt: wo kann ich die hinkleben.

Marion Consoir
Psych. Beraterin
www.marion-consoir.de


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Glücksmomente für Zwischendurch

Dieses Buch macht einfach gute Laune. Und das auch bei mehrmaligem Lesen.

Mich haben die verschiedenen Kapitel zum Schmunzeln gebracht, aber auch nachdenklich gestimmt. Die Mischung aus Humor mit medizinischen Fakten war ausgeglichen und rundeten den Lesegenuss noch zusätzlich ab. Was man aus diesem Buch mitnimmt ist jedem selbst überlassen. Ich jedenfalls sehe manches jetzt etwas anders. Vielen Dank, Herr von Hirschhausen.


Super!!!!

Alles super!

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Wenn man die CD Glücksbringer schon hat, wiederholt sich einiges, hat sich aber trotzdem gelohnt!


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Mittleres Glück

Für fünf Sterne reicht es hier einfach nicht. Hirschhausen schreibt locker, salopp, einigermaßen frech von der Leber weg, doch wirklich zum Kichern sind nur wenige Stellen.
Viele kleine Nebeninformationen machen das Buch zu einem unterhaltsamen Lesevergnügen, Tiefe sollte man aber nicht erwarten.
Ob Hirschhausen hier die Glücksformel liefert, das wird wohl jeder für sich selbst entscheiden können. Ganz sicher Recht hat er mit der immer wieder kehrenden Aufforderung, die kleinen Dinge des Lebens schätzen zu lernen und nicht ewig dem ganz Großen nachzujagen. Ein wenig bezweifeln mag man, ob seine Idee, der Bronzegewinner sei der Glücklichste, da der Goldgewinner das nicht mehr toppen kann und der Silbergewinner neidisch nach oben blicken muss, korrekt ist. Wer die kleinen Dinge ehrt, der kann den großen sicher auch etwas abgewinnen. Nur umgekehrt, das stimmt sicher, geht das nicht.
Viel Neues hat uns der Autor nicht zu erzählen. Das Essen genießen, sich fröhlich bewegen, gut zu atmen, zu singen und zu tanzen, das wissen wir eigentlich alle schon als förderlich zu schätzen. Sollte man jedenfalls hoffen.
Ein wenig aufstößt bei dem Buch, dass manche Stellen den Typus des Verlierers ansprechen, ja zu fördern scheinen. Glück kommt nicht durch Abgrenzung von anderen, sondern durch Zuneigung. Andererseits hat er schon recht, wenn er sagt: andere gibts schon genug.
Auch ein wenig widersprüchlich kommt der Text manchmal rüber. So gibt es andere schon genug, gleichzeitig sollte man sich aber dessen bewusst werden, dass man sich oft nur für individuell hält, tatsächlich aber genauso ist wie alle anderen auch. Zwar lebt der Mensch mit Widersprüchen, manche sind aber schwer zu verknüsen.
Doch genug der Meckerei: Das freche Lesevergnügen wird dadurch nur minimal getrübt. Es macht Spaß, lässt man locker und versucht nicht, dem Autor auf seine Widersprüche zu kommen. Das geht durchaus, denn das Lockere, das hat der Hirschhausen nunmal drauf. Man amüsiert sich mit ihm über seinen Zeitungssammeltick und stimmt ihm zu: Besitz bindet, manchmal knechtet er sogar, und man hält für wertvoll, was man hat und mag es kaum wieder hergeben, selbst wenn es nur verstaubt. Manchmal ist weniger mehr und meistens ist Geben seliger als Nehmen.


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Rezensionen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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