Nur Kapitalismus sorgt für Freiheit | Kapitalismus und Freiheit | Milton Friedman
Bücher:
Kapitalismus und Freiheit
Milton Friedman
Piper
, 2009 - 239 Seiten
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Kauftipp
Milton Friedmans wichtigste Kampfschrift
Diese Schrift ist ein brillantes Plädoyer, eine wortgewaltige Kampfschrift für die
Freiheit
: für freie Bürger, die selbstbewusst und unabhängig der staatlichen Obrigkeit auf Augenhöhe begegnen möchten, die sich nicht einer Rundumbetreuung von "Papa Staat" einpferchen lassen wollen.
F. A. v. Hayek zählte einmal zwei Bücher auf, welche die schlimmsten Giftbücher der Volkswirtschaftslehre" sind: Einmal ist dies die "Allgemeine Theorie ..." von Lord Keynes und zweitens nennt Hayek das Buch "Essays in Positive Economics" von Milton Friedman.
Hayek ist damit voll im Recht. Die älteren Vertreter der sog. 'Chicagoer Schule der Ökonomie', zu denen Milton Friedman gehört, waren persönlich Männer, die in den Ideen der Freiheit verwurzelt gewesen sind, so dass sie ihre ökonomischen Modelle nur immer im Streit für die Freiheit und nicht dagegen einsetzten. Aber Prof. Dr. Hülsmann argumentiert korrekt, wenn er anmerkt, dass das ökonomische Theoriegebäude der Chicago-Boys auch freiheitsfeindlich verwandt werden kann. Milton Friedman, der Vater des Monetarismus, war seinem Gegner in der reinen theoretischen Modell-Ökonomie - dem Keynesianismus - wohl näher als er selber geglaubt hatte.
Dies nun gilt nicht für dieses Buch. Es ist dies kein Buch der mathematisch-ökonomischen Modelle, sondern ein politikwissenschaftliches Wirtschaftsbuch: ein Buch, welches in die Kategorie "Politische Ökonomie" eingeordnet ist.
Hier spricht Milton Friedman wortgewaltig zum Leser, analysiert die Bedingungen der Freiheit, macht klar, dass es ohne wirtschaftliche Freiheit in einer staatlichen Kommandowirtschaft keine Freiheit geben kann, dass es keine Feinsteuerung der Konjunktur im Sinne Keynes geben kann.
Sprachgewaltig, mit einleuchtenden Beispielen und geradezu funkelnden Formulierungen geht Friedman daran den Leser des Buches - einen eventuellen Gegner - zu überzeugen. Punkt für Punkt werden alle Politikfelder untersucht, in welchen die Staatsregierungen sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts einmischen und sich anmaßen alles besser als die Bürger leisten zu können.
Ein Beispiel:
Auch das staatliche Erziehungswesen kommt so auf den Prüfstand. Friedman schlug vor, dass die staatlichen Schulen konsequent - ohne den Vorteil einer kompletten finanziellen Absicherung und Monopolisierung - im Wettbewerb mit privaten Schulen stehen sollten. Ein Gutscheinsystem pro schulpflichtiges Kind und einlösbar an allen zugelassenen Schulen - staatlich oder privat - solle den Wettbewerb gewährleisten. Die Politik müsse beweisen, ob sie etwas besser könne.
Ein Thema, welches in Deutschland ein Tabu ankratzt: hat doch das Bundesverfassungsgericht kürzlich (21.7.2009) grundgesetzwidrig die Rechte der Eltern bei Erziehungsfragen weiter beschnitten und möchte die Bundesfamilieministerin den Eltern die Kinder schon als Kleinstkinder wegnehmen, um die Kinder so früh wie möglich indoktrinieren zu können. Die Erziehungsdiktatur in Deutschland naht mit Sieben-Meilen-Stiefeln.
Das Buch enthält Vorschläge, die auch heute 40 Jahre nach der ersten deutschen Auflage, in den Ohren der wohl überwiegenden Zahl der Deutschen radikal und unmöglich wirken. Deutschland ist nun einmal davon geprägt, dass seine Bevölkerung stets und ständig nach dem Staat ruft, der Staat soll alles richten, alles regeln und für Rundumbetreuung sorgen. Der Staat als vorsorglicher Familienvater, der seine Kinder - egal wie alt diese sind - von der Wiege bis zur Bahre umsorgt und alle Verantwortung von ihnen abhält. Dies ist seit Kaisers Zeiten das vergötzte Staatsbild der Deutschen.
Von daher sind solche Bücher wie dieses hier wichtig und sollten immer aufs Neue aufgelegt werden. Eventuell schafft es ein solches Buch, wenn es denn einige Leser zum Mitdenken anregt, den Glauben an die Allmacht des Staates, an die allumfassende staatliche Machbarkeit bei wenigstens einigen Lesern aufzubrechen.
Für eine Zukunft in Freiheit wäre dies für Deutschland sehr zu wünschen.
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Nur Kapitalismus sorgt für Freiheit
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre in der Schule und für jeden Ewiggestrigen DDR-Nostalgiker sein.
Die Geschichte hat gezeigt, dass nur der
Kapitalismus
auch zu
Freiheit
und Demokratie führt.
Genau dies ist die Aussage Friedmans, einem der größten Wirtschaftswissenschaftler aller Zeiten.
Man muss keinen Hochschulabschluß haben um dieses Buch zu verstehen. Es ist verständlich geschrieben und klar und präzise formuliert. Alles was man braucht ist ein wacher Geist, der frei von Vorurteilen ist.
Liberalismus - eines von zwei Extremen
Nicht erst seit der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise streiten sich die ökonomischen Schulen über das richtige Wirtschaftssystem. Unter "richtig" ist hier gemeint, dass ein Maximum an gesellschaftlicher Wohlfahrt und wirtschaftlicher Stabilität zu erreichen sei. Allein schon die Tatsache dass es zwei große "Lager" gibt, zeigt die Komplexität ökonomischer Sachverhalte.
Mit Milton Friedmanns "
Kapitalismus
und
Freiheit
" hält man eine Schrift aus dem liberalen "Lager" in Händen. Er hält die Macht des freien Marktes und der damit einhergehenden Zurückhaltung staatlicher Beschränkungen für den Königsweg zu Wachstum und Wohlstand einer Gesellschaft. Es ist Friedmann hoch anzurechnen, dass er in seinem Buch gerade nicht auf mathematische Erklärungsmodelle zurückgreift, was sein Werk überaus lesenswert macht. Zudem schreibt der Autor sachlich fundiert und rhetorisch verständlich. Der wirtschaftliche Laie kommt dabei ebenso auf seine Kosten wie der studierte Ökonom, der endlich mal ein Buch ohne mathematische Formeln in Händen hält.
Schlussendlich bleibt die Frage nach dem richtigen Wirtschaftssystem natürlich erhalten.
Gerade Friedmanns liberale Aussagen, Unternehmen hätten keine soziale Verantwortung zu tragen als viel mehr das unumstößliche Ziel, den Gewinn zu maximieren um den Wünschen ihrer Aktionäre gerecht zu werden, ist in Zeiten einer Wirtschafts- und Finanzkrise, die nicht zuletzt aus zu wenig Verantwortungsbewusstsein entstanden ist, fragwürdig.
Dabei ist anzumerken, dass der Liberalismus - laut Friedman - nicht das "Verteufeln" des Staates bedeutet. Vielmehr gilt der Staat als Schiedsrichter, der Regeln vorgibt und für seine Einhaltung sorgt.
Wir sollten uns überlegen, ob die Frage nach liberalem Kapitalismus oder Sozialismus richtig gestellt ist. Selbst in der Natur sind Extreme meistens nicht vorteilhaft und selten anzutreffen. Wieso sollte das in der Ökonomie anders sein, in welcher (natürliche) Menschen miteinander agieren. Unsere Wirtschaftsgeschichte zeigt uns, dass weder zu liberale noch zu reglementierte Ansätze längerfristig zielführend waren. In meinen Augen erledigt die Soziale Marktwirtschaft ihre Arbeit recht gut, lediglich an den richtigen Stellschrauben muss nun gedreht werden, um die momentanen Unebenheiten zu beseitigen und etwaige Löcher zu stopfen.
In Friedmans Buch finden sich Beispiele, in welchen der freie Markt ein Optimum erzeugen kann. Für den einen oder anderen Bereich kann dies durchaus gelten, doch scheint mir die Aussage zu kurz zu greifen, dass der freie Markt immer ein Optimum und damit eine Zunahme der Wohlfahrt garantiert. Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, wie den der Wohlstand eines Landes gemessen wird: Ein steigendes Bruttosozialprodukt (BIP) wird gleichgesetzt mit einem Anstieg des gesellschaftlichen Wohlstands. Dabei misst das BIP lediglich die Wachstumsrate der Güterproduktion. Ob damit auch ein Anstieg der Wohlfahrt verbunden ist, bleibt anzuzweifeln, zumal das Menschenbild in einem ökonomischen System ein egoistisches ist und bewiesenermaßen individuelle und gesamtgesellschaftliche Rationalität auseinander driften. Ist der Mensch also wirklich nur ein Tier, bedacht auf sich selbst? Oder ist er doch ein verstandbewusstes Wesen und erkennt die Möglichkeit eines gemeinsamen Miteinanders?
Milton Friedmans "Kapitalismus und Freiheit" ist ein Klassiker liberaler Wirtschaftsordnung. Man liest bei ihm über die Bedeutung des Staates, die Kontrolle des Geldes, über Kapitalismus und Diskriminierung genau so wie über die Einkommensverteilung und viele Themen mehr. Nahe zu alle mit einem Versuch der Beweisführung für die Optimalität des freien Marktes. Doch welches nun schlussendlich der richtigen Weg zur "eierlegenden Wollmilchsau" ist, darüber wird weiterhin zu diskutieren sein.
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Genau so ist das
"Die Kernaussage ist demzufolge: Der Staat hat sich aus allen seinen Funktionen zurückzuziehen. Er muss nur Sicherheit nach Innen".
Genau - der Markt regelt das.
Ansonsten landen wir ja wieder beim Sozialismus.
Das allgegenwärtige Gejammer von der "sozialen Gerechtigkeit" - ein anderer Ausdruck für "Faulheit unterstützen und den Fleißigen alles wegnehmen" - hat Deutschland ja da hin gebracht, wo wir jetzt sind - bankrott.
Der Mensch ist von Natur aus faul und muss durch das ökonomische Umfeld gezwungen werden, sich zu bewegen. Es hilft nichts, immerzu nur umzuvertrteilen "von oben nach unten".
Dadurch wird nur ein immer größerer Teil der Gesellschaft zu Schmarotzern, und die, welche siw Leistung erbringen, werden immer leistungsunwilliger, weil ihnen durch den Staat alles entzogen wird, um es den Faulenzern in den Rachen zu schmeißen.
Und der Staat selbst ist der größte Schmarotzer, da wir gezwungen sind, eine ausufernde Umverteilungs-Bürokratie mit zu ernähen, die eigentlich gar nicht gebraucht würde.
Jeder schimpft ja aucn auf die Bürokratie, ohne dass sich die meisten klar machen, dass diese ein Produkt und auch eine Notwendigkeit der allumfassenden Verteilerrolle ist, die der Staat speziell inh Deutschland heute an sich reißt. Im Prinzip nichts anderes, als eine zunehmende Verstaatlichung aller gesellschaftlichen Funktionen - wir nähern uns wieder demModell Sowjetunion/DDR.
Nur die regierende Kaste will das natürlich nicht zugeben, da man sich ja sonst durch nichts mehr von dem ehemals eingemauerten zweiten deutschen Staat unterscheiden würde - was ja in der Praxis auch so ist. Daher muss man ständig das abgedroschene Geschwafel von "
Freiheit
" und "Demokratie" bemühen, die aber in der Praxis immer mehr und mehr eingeschränkt werden durch staatliche Regelungen "zum Wohle aller".
Die gleiche Argumentation hatten die SED und die KPdSU auch - wo ist also derUnterschied?
"Freiheit" ist in erster Linie wirtschsaftliche Freiheit - daran ist nicht zu rütteln. Und diese wird sicher nicht durch den Staat geschaffen - eher im Gegenteil.
Zu dieser Freiheit gehört aber auch zu akzeptieren: man sollte eben NICHT versuchen, staatlicherseits ständig überall "Gleichheit" herzustellen und dazu Unmengen von Regeln asufzustellen, bei denen diejenigen, die das tun,am Ende selbst nicht mehr wissen, was richtig und was falsch ist (siehe nur z.B. die Steuergesetze). In der Praxis funktioniert das sowieso nicht - und darf auch gar nicht funktionieren:
Wer nicht durch wirtschaftliche Umstände gezwungen ist, wird weder Bildung noch Wohlstand erwerben. Wozu auch, wenn "der Staat für alles sorgt"?
Und dann schon lieber Friedman, als das Gedöns meines geschätzten Namensvetters (Steffen) weiter oben, oder die pauschale Verteufelung als "unzusammenhängenden blödsinnigen Neoliberalismus".
Mehr Freiheit bedeutet auch mehr Risiko - man kann nicht von beidem das Beste haben wollen - soziale Rundum-Absicherung wie in der DDR, sicherem Arbeitsplatz, steigenden Löhnen bei stagnierender (oder gar sinkender) Leistung und sicherer Rente aber bitteschön mit Reisefreiheit und D-Mark (heute Euro).
Was für ein Schwachsinn.
Es gibt keinen Mittelweg zwischen Planwirtschaft und Marktwirtschaft - entweder, oder. Ob ich letztere nun als "Neoliberalismus" verunglimpfe oder sonstwelche Wortschöpfungen erfinde - das Funktionsprinzip ist seit dem 16. Jh. das gleiche - nur unterschiedlich verschleiert durch verschiedenen politische Systeme mit unterschiedlichen Akzenten.
Das steht aber alles schon bei den Klassikern der Wirtschaftslehre - dazu braucht man keinen Milton Friedman.
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Milton Friedmann: Kapitalismus und Freiheit
Ein Klassiker, wie im Vorwort von Horst Siebert bemerkt - ja! Aber seit 2007 haben wir die Folgen der Irrtümer oder Grenzen von Milton Friedmans Theorien bitter erfahren. Es ist wohl so, dass Ökonomen falsch verstanden werden, wenn ihre Erklärungsversuche, und das sind Theorien, für Handlungsrezepte gehalten werden, die man einfach ausführen muss, und alles wird gut. Friedman selbst hat dieses Missverständnis unterstützt - sein einziger Fehler. Seine Überlegungen sind bedeutende Anregungen, wenn man beachtet, dass es Aspekte gibt, auf die er nicht eingeht.
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