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Nomadentochter
Waris Dirie

Blanvalet Taschenbuch Verlag, 2003 - 288 Seiten

Kundenbewertung:(41 Bewertungen)
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Ein paar deutlichere Sätze fehlen

Keine einfache Beurteilung

Der ein oder andere wird die Stirn runzeln, angesichts der Tatsache, daß Waris Dirie mit ihrer zweifellos krassen Lebensgeschichte nun schon das dritte Buch gefüllt hat. Das riecht normalerweise nach Kommerz, in dem Fall aber muß man wohl sagen, daß über das Thema Genitalverstümmelung bisher einfach viel zu wenige Bücher geschrieben worden sind. Das Thema ist also noch längst nicht ausgereizt.
Auf alle Fälle ist "Nomadentochter" keine Fortsetzungsgeschichte der "Wüstenblume", und auch das Thema Beschneidung von Frauen wird darin nur am Rande erwähnt. Viel mehr erzählt Waris Dirie in diesem Band vom Wiedersehen mit ihrer Familie, von den Problemen, die in ihrem Heimatland Somalia nach wie vor herrschen und natürlich im Besonderen von der Unterdrückung der Frau in der muslimischen Kultur. Es bestätigt leider nur die Klischees über den Islam wie wir Mitteleuropäer ihn zu kennen glauben. Natürlich kann man nicht schönreden was nicht schön ist, und keiner wird es Waris Dirie als gläubige Muslima zum Vorwurf machen, daß sie in einigen Punkten schlecht über ihre Kultur und über ihr Volk spricht - eben dort wo sich Traditionen nicht mit Menschenrechten vereinbaren lassen. Aber genau das ist das Problem, das viele Leser anscheinend mit dem Buch haben: Man erwartet von Waris Dirie, daß sie sich auf eine Seite schlägt, entweder auf die ihrer Heimat, oder auf die der westlichen Kultur, in der sie heute lebt. Einerseits nämlich erklärt sie, wie sehr sie ihr Land und ihr Volk liebt und schätzt, und wie sehr die Gesellschaft im überzivilisierten Westen doch der ihrer Heimat gegenüber krankt, andererseits lässt sie kaum ein gutes Haar an den sinnlosen Traditionen in der muslimischen Gesellschaft. Man muß diese Dinge als Leser sauber trennen können. Ich hätte mir allerdings auch eine etwas deutlichere Auseinandersetzung mit diesem Thema gewünscht, nachdem es das gesamte Buch durch immer wieder angekratzt wird. Einerseits natürlich weil es mich als Europäerin interessiert, wie Waris Dirie, die beide Kulturen kennengelernt hat, nun die westliche Kultur im Allgemeinen beurteilt, andererseits weil es doch recht nervtötend ist, immer wieder zu lesen wie sie einzelne Elemente des Alltagslebens herauspickt (zb Thema Kindererziehung) und diese mit afrikanischen und mit westlichen Beurteilungen gegeneinander aufwiegt. Ein paar deutlichere Sätze zu diesem Thema hätten das Buch auf jeden Fall abgerundet.



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Einblicke in eine andere Welt

In dem Roman "Nomadentochter" von Waris Dirie wird die Lebensweise der Nomaden in Somalia sehr spannend und eindrucksvoll beschrieben. Besonders die Unterwerfung der Frauen hat mich sehr wütend gemacht. Sie werden kaum als Menschen wahrgenommen und nicht respektiert.
Die gutmütige und selbstlose Art der Mutter ist sehr bewegend. Selbst wenn sie nur noch zwei Ziegen hat, teilt sie diese Ziegen mit ihrer Tochter, die ein eigenes Einkommen in den USA hat.
Selbst für den störrischen Vater, der nie zu seinen Gefühlen steht, entwickelt man irgendwann Sympathie.
Ein toller Roman, der im Gegensatz zu Wüstenblume das Leben der Wüste thematisiert und nur ab und zu das Thema Beschneidung angesprochen.


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Mission verfehlt....

nachdem ich "wüstenblume" gelesen hatte war ich sehr neugierig auf die fortsetzung "nomadentochter". leider wurden meine erwartungen nicht erfüllt. es ist zwar interessant über die lebensweisen der somalischen nomaden informiert zu werden, doch hätte ich mir erwartet, daß waris dirie doch versucht in ihrem land ein wenig aufklärungsarbeit zu leisten. in diesem buch geht sie nur mit wenigen worten auf das thema der genitalverstümmelung bei frauen ein und auch ihre familie konfrontiert sie nicht wirklich mit diesem thema. bei der ersten abweisenden bemerkung lenkt sie sofort ein und wechselt das thema. und am ende des buches leugnet sie sogar sie selbst zu sein..... FAZIT: alles in allem handelt das buch von einer bemerkenswerten frau, die ihr land verlassen hat und nun eine mehr als anstrengende reise auf sich nimmt und zurückkehrt um ihre mutter noch einmal zu sehen. doch in bezug auf aufklärung bei FGM (Female Genital Mutilation) hat sie ihre mission jedoch leider verfehlt.


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Leider nicht so spannend wie der erste Teil.

Waris Diries Fortsetzung von "Wüstenblume" liegt leider weit hinter dem ersten Teil zurück. Die Autorin berichtert von einer Reise nach Somalia und dem Wiedersehen mit ihrer Familie. Dabei ist Dirie vor allem die Begegnung mit ihrem Vater wichtig, mit dem sie seit ihrer Flucht aus Somalia ein gebrochenes Verhältnis hat.
Das Ganze liest sich eher schleppend, zuweilen auch langweilig und konnte mich nicht so mitreißen wie der erste Teil. Trotzdem noch 3 Sterne für die interessanten Einblicke in eine fremde Kultur, die das Buch nochmal aufwerten.


Rezensionen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9



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