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Das kupferne Zeichen
Katia Fox

Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag), 2009 - 640 Seiten

Kundenbewertung:(68 Bewertungen)
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Eine Frau in der harten Welt der Männer

England, 12. Jahrhundert. Die junge Ellen fühlt sich nirgends so wohl wie in der Schmiede ihres Vaters. Ihr größter Traum ist es, eines Tages Schwertschmiedin zu werden. Doch das ist für Mädchen unmöglich. Allen Schwierigkeiten zum Trotz folgt sie Ihrer Berufung. Als Junge verkleidet taucht sie ein in die Welt der Ritter und des Königshofs. Denn sie will ein Zeichen setzen, mit einem Schwert, das unvergleichlich ist und vollkommen. Aber die Lüge, auf der sie ihr Leben aufgebaut hat, wird ihr zum Verhängnis, als sie sich in einen jungen Ritter verliebt. Zu spät erkennt Ellen, wem sie vertrauen darf- und das sie bei Hofe einen Feind hat, der zu allem bereit ist.

Katja Fox gelingt es bereits von der ersten Seite an einen mit ihrer bildhaften, flüssigen Sprache zu fesseln. Schon nach kurzer Zeit fühlt man sich hineinversetzt in die Zeit des Mittelalters und fiebert mit ihrer Protagonistin mit. Sie gewährt einem einen Einblick in das (Über-)Leben des einfachen Volkes während der ständigen Kriegswirren im 12. Jahrhundert, in das farbenprächtige Leben bei Hofe und sie versteht es sehr unterhaltsam einem die Schmiedekunst näher zu bringen. Natürlich ist die Handlung in gewisser Weise voraussehbar, aber geschickt gelegte Wendungen lassen die Spannung zu keiner Zeit abreißen und vor allem driftet ihr Schreibstil niemals ins Kitschige ab.

Die Autorin lässt den Leser rund 20 Jahre am Leben von Ellen teilhaben und diese beschreibt sie als eine dickköpfiges, stures, aber überaus sympathisches Mädchen und später als Erwachsene, die wider allen Gefahren und Rückschlägen ihren Weg geht. Auch die weiteren Charaktere sind so gut herausgearbeitet und facettenreich beschrieben, dass eine Verwechslung bei den vielen Mitwirkenden fast unmöglich ist.

Alles in allem ist "Das kupferne Zeichen" ein wirklich sehr gelungener Roman, der wirklich Spaß macht zu lesen. Man mag gar nicht glauben, dass es sich hierbei um ein Erstlingswerk handelt. Der zweite Teil Der silberne Falke ist bereits im März 2009 erschienen.




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Spielball der Geschickes Mächte

Die zwölfjährige Ellen lebt im Zwölften Jahrhundert in England. Sie ist die Tochter eines Schwerschmieds und liebt dieses Handwerk. Missliche Umstände führen dazu, dass Ellen früh das Elternhaus verlassen muss.

Als Junge verkleidet kann sie das tun, wonach sie am meisten begehrt, eine Lehrlingsstelle bei einem Schmied antreten. Schnell wachsen die Fähigkeiten des jungen Mädchen in dem Beruf. Ihr Meister rät ihr zu seinem alten Meister zu wechseln, da er ihr nichts mehr beibringen könne. Der neue Meister erweist sich als Kuryphäe in seinem Handwerk und Ellen erhält den letzten Schliff.

Privat läuft es lange Zeit nicht so gut für Ellen. Freunde und Feinde hat sie zur gleichen Zahl und sie muss teuflisch aufpassen, dass ihre Lebenslüge ihr nicht zu Verhängnis wird.

Die Geschichte wird spannend erzählt. Das Auf und Ab lässt keine Langeweile zu. Überraschende Wendungen und pfiffige Lösungen wechseln einander ab. Die Szenarien werden plastisch geschildert und eine Menge Fachwissen über das Schmiedehandwerk jener Zeit verwandelt die Story zeitweise zu einem Geschichtsvortrag.


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Positiv überrascht

Das Buch ist mir eher zufällig in die Hände gefallen, weil ich nichts mehr zu lesen hatte und das Bücherregal meiner Mutter durchstöbert habe.

Eigentlich wollte ich es in dem Moment, als ich gelesen habe daß es schon wieder so eine "Mädchen verkleidet sich als Junge um nicht die ihr zugewiesene Rolle ausfüllen zu müssen"-Geschichte handelt, aber mir war dann doch langweilig genug, um mit dem Lesen anzufangen.

Ich war positiv überrascht. Natürlich werden reichlich Klischees bedient, aber es gelingt, ein stimmiges, atmosphäisches Bild zu zeichnen, ohne die groben historischen Schnitzer, die z.B. einem Ken Follet auf nahezu jeder zweiten Seite unterlaufen und einem wirklich den Spaß am Lesen verderben können.

Auch die Charaktere sind nicht so flach wie im 08/15-Mittelalterroman.

Die Fortsetzung werde ich auf jeden Fall auch lesen. Da ist dann zum Glück ein Junge der Protagonist und nicht wieder eine Frau, die in einem Männerberuf Fuß fassen will, was dem Roman sicher gut tut.


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Mittelmass

Sehr gut recherchiert und beschrieben sind die Lebensumstände und das Schmiedehandwerk der damaligen Zeit. Deshalb die drei Sterne. Ansonsten: vorhersehbare Story, klassisches Gut-Böse-Schema, klischeehafte Charaktere. Sprachlich oft plumpe Formulierungen und Wiederholungen. Hatte mir aufgrund der bisherigen Rezensionen deutlich mehr erwartet.


Vorhersehbar und einfach geschrieben

Eigentlich hatte ich von diesem Buch einiges erwartet, bei den guten Kritiken. Ich muss auch sagen, dass es mich schnell gefesselt hat und ich die Story gut fand. Das Thema "Mädchen verkleidet sich als Junge um zu erreichen was sie will" ist zwar schon abgegriffen, aber immer wieder spannend und hier auch gut umgesetzt. Gut fand ich auch die Idee, dass sie nicht die ganze Zeit ein Junge bleibt, sondern schon irgendwann im 1. Drittel des Buches wieder als Frau auftritt. Aber trotz all dieser guten Ideen, die es in diesem Buch durchaus gibt, bin ich arg enttäuscht. Etwa ab der Hälfte der Geschichte scheint die Autorin entweder zu viele Ideen oder zu wenig Schreiblust gehabt zu haben. Die Story ist absolut vorhersehbar. Je nach belieben wechselt die Autorin die Perspektive, so dass man genau weiß: jetzt geschieht bestimmt was schlimmes. Zufällig läuft die Protagonistin dem Bösewicht bei jeder Gelegenheit über den weg. Der Bösewicht wird innerhalb von 3 Zeilen von nem netten Kerl zum Bösen, mit einer absurden Begründung. Die Geschichte ist teilweise so einfach geschrieben, dass ich keine Lust mehr hatte, weiterzulesen, da ich ja eh schon wusste, was passieren wird. Ab der Hälfte des Buches wird die Geschichte langweilig. Die Heldin hat immer erst Pech, woraus abar was Gutes erwächst und der Böse taucht immer mal ab und zu auf, hegt einen Plan, den sie dann vereitelt. Zudem sind die Charaktere recht oberflächlich und man kann nicht wirklich mitfühlen. Ich gebe immerhin noch 3 Sterne für die anfänglich guten Ideen, aber das nächste Buch der Autorin werde ich nicht lesen.


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Rezensionen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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