Es ist schwer zu glauben, dass sämtliche Wirtschaftstheorien die uns teilweise seit über 150 Jahre begleiten und als gültige Erklärungen für unser Zusammenleben anerkannt werden, falsch sein sollen. Ganze Bibliotheken von Fachliteratur wurden mit diesen Theorien gefüllt, Heere von Wissenschaftlern ausgebildet, Nobelpreise verliehen und Tag für Tag wird auf Basis dieser Theorien Politik betrieben. Das macht automatisch skeptisch gegenüber so revolutionären Konzepten.
Trotzdem schaffen es Gunnar Heinsohn und Otto Steiger mit einer bestechenden Logik die Schwachstellen der althergebrachten Theorien aufzudecken und das Thema Wirtschaft neu zu erklären. Besonders bemerkenswert an der Eigentumstheorie ist, dass nicht nur wirtschaftliche Zusammenhänge klarer werden, sondern auch historische Fakten plötzlich in das wirtschaftstheoretische Bild passen.
Schade finde ich, dass eine so klare Theorie in eine so unklare Sprache verpackt wurde. Die Ausdrucksweise der beiden Autoren ist so einschläfernd, dass sogar der Lektor des Verlages Metropolis zeitweise eingenickt sein dürfte, denn es finden sich mindestens eben so viele orthografische Fehler im Text wie Fußnoten. Wahrscheinlich bedarf es eines englischsprachigen Autors, der es schafft eine wissenschaftlich präzise und dennoch fesselnde Fassung dieser Theorie vorzulegen.
Alles in allem ist dieses Buch allen Wirtschaftsinteressierten zu empfehlen, da alle wichtigen Eckpunkte der Eigentumstheorie erklärt werden. Und diese Theorie hat es in sich... Daher auch 5 revolutionäre Sterne für dieses Buch.