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sozialprojekte.com ist die Plattform zum bequemen Suchen und Finden von Produkten und Dienstleistungen für jeden Tag. Und viel mehr: Wirtschaftstreibende und Private finden rasch patente Geschäftspartner bei sozialen Arbeitsprojekten, die - bisher einfach übersehen und womöglich ganz in ihrer Nähe - haargenau das Gesuchte anbieten. Seit vier Jahren wird diese Plattform mit privaten Geldern konsequent entwickelt und kommuniziert.

Das Ziel: wertvolle dauerhafte Wirtschaftsbeziehungen, Wertschätzung und neues Selbstbewußtsein bei den beteiligten Partnern. Und der praktische Service: Menschen mit Behinderungen oder speziellen Bedürfnissen und ihre Angehörigen sparen viel Zeit beim Suchen von kompetenten Ansprechpartnern bei Arbeitsassistenzen und Beratungsstellen.


Zur Geschichte von sozialprojekte.com

Sommer 1998. Als Leiter eines Arbeitsprojektes in einer Organisation für Menschen mit Behinderung und - für den Sozialbereich - mit einem vernünftigen Werbeetat ausgestattet, begann ich die Dienstleistungen auch außerhalb von Wien bei Wirtschaftsbetrieben mittels Massensendung zu bewerben. Ergebnis: Aufträge keine, aber Fragen wie: "Nein ihre Dienstleistungen brauchen wir nicht. Aber kennen Sie nicht eine andere Einrichtung, die mir eine Kurbelwelle für einen Oldtimer drehen könnte?", oder "Wir bräuchten 200.000 Sticker. Kennen Sie denn da nicht jemanden?" Nein, kannte ich nicht. Ich wusste nicht einmal genau, was in den anderen vereinseigenen Werkstätten angeboten wurde.

Die Idee nahm Form an. Ich recherchierte in der "Szene", selbst verwundert über die Vielfalt. Somit konnte munter drauf losprogrammiert werden. Ohne Konzept. Ich nannte das Ganze "bogg.at - Sozialökonomische Projekte im Internet". Es fiel mir nichts Besseres ein. Aber ich war mächtig stolz. Im Jänner 2000 ging die Website online.

Nach dem Enthusiasmus kam die Ernüchterung: Eine redaktionell geführte Plattform erfordert einen großen Arbeitsaufwand. Für jeden Eintrag wurde manuell eine eigene html-Seite erstellt, außerdem änderten sich bei den Organisationen laufend die Ansprechpersonen und die E-Mail-Adressen. Die Plattform war somit nie aktuell. Überdies fühlten sich viele Trägerorganisationen durch den "irreführenden" Titel nicht angesprochen.

Auch beschäftigte ich mich mit den Suchmaschinen Google & Co. Hier rächte sich das "Wilde-drauf-los"-Programmieren. Google beschloss nämlich, nicht die ganzen Seiten mit allen "Frames" zu indizieren, sondern jede Seite einzeln für sich. Das Durcheinander auf den Ergebnisseiten war perfekt.

Trotz all der Pannen kamen die ersten Erfolgserlebnisse. Die Besucherzahlen stiegen, wenn auch langsam, laufend. Auch Wirtschaftstreibende nutzten die Plattform immer mehr. Dies merkte ich auch in Form von fehlgeleiteten Emails.

Die Homepage der Werkstätte bekam immer mehr Besucher. Das Online- und Guerillamarketing wurde verfeinert. Und wir bekamen Anfragen aus Deutschland! Letztendlich hatten wir in der Werkstätte mehr Aufträge als Kapazitäten und ich musste die Zusammenarbeit mit meinem eigenen Portal beenden.

Es musste eine neue Plattform her. Also mailte ich an alle Ansprechpersonen und Newsletterempfänger wie sie sich eine neue Plattform vorstellen würden. Dieses wertvolle Feedback von Menschen aus dem Sozialbereich, Wirtschaftstreibenden und Privatpersonen gab uns die Möglichkeit, direkt bei den Wünschen unserer Zielgruppe anzusetzen.

Aus diesem Ergebnis und unseren eigenen Erfahrungen erarbeiteten Torsten Spandl, damals seine Doktorarbeit an der WU-Wien schreibend, und ich ein Konzept für das neue, nun dynamische und datenbankbasierte Portal "sozialprojekte.com", für alle deutschsprachigen Länder in Europa. Ein technisches Problem tauchte auf: Suchmaschinen können nicht so einfach Datenbanken "auslesen". Also, wie umsetzen? Die dafür erforderlichen Programmierkenntnisse waren meinerseits nicht vorhanden.

Mag. Ewald Kicker, zu der Zeit Wirtschaftsinformatikstudent im zweiten Abschnitt und ausdauernder Tüftler, nahm sich nach Ableistung seines Zivildienstes dieses Problems an. Er übernahm die Programmierung und Suchmaschinenoptimierung für unsere Plattform.

Im Februar 2003 stellten wir www.sozialprojekte.com unter dem Titel "Sozialprojekte arbeiten für Sie" ins Netz und waren gespannt auf die Praxistauglichkeit unseres Projektes.

Die ersten Projektvorstellungen wurden von den Teilnehmern in die Datenbank eingetragen. Wir hatten nun das erste Datenmaterial um die interne Suchmaschine zu testen. Die Suchroutinen wurden immer mehr verbessert und benutzerfreundlicher gestaltet.

Täglich verfolgten wir das Ranking von Google & Co. Besucht wurde unsere Seite ja, aber es stellte sich die Frage, ob die Datenbank-Einträge auch von den Suchmaschinen indiziert werden. Nach einiger Zeit war klar: Es funktionierte. Bei uns eingetragene Projekte fanden sich schon bald auf den ersten Ergebnisseiten der Suchmaschinen! Ab diesem Zeitpunkt hatte ich täglich ein Hobby mehr: Das Auslesen der Logfiles, um nötigenfalls kleinere Korrekturen vorzunehmen.

Das Wichtigste im WWW ist sichtbar zu sein. Eine funktionierende Plattform verlangt ein kontinuierliches Suchmaschinenmarketing und eine ausführliche Planung bevor die erste Programmzeile geschrieben wird. Die Tatsache, dass in der Zwischenzeit 80 Prozent der Besucher über Google & Co zu uns kommen, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Mir wurde allerdings schnell klar, dass ein so großes Projekt nicht alleine zum Erfolg zu führen ist. Wir gewannen die Werbeagentur JUNG von MATT/Donau und sie entwarfen für uns kostenlos eine Kampagne, die uns helfen soll sozialprojekte.com bekannter zu machen. Offene Ohren für uns hatten auch zahlreiche Print- und Onlinemedien. Die Namen der unterstützenden Medien finden Sie unter Medienkampagne.

Dezember 2003

Reinhard Bogg
Obmann
Verein zur Förderung Sozialer Arbeitsprojekte






 
 
 
 
 
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